Welches Modell passt, entscheiden drei Fragen: Bewegst du dich draußen, oder stehst du lange? Wie glatt wird es? Und wie sitzt der Schuh mit deiner Wintersocke? Alle Wintermodelle nach Marke und Einsatz, mit Passform-Hinweisen aus dem Geschäft: Winterstiefel-Ratgeber, Meindl Winterstiefel mit Kibo, Antarktis und Kitzbühel, Lowa Winterstiefel und Brütting.
Für die Wärme von Freizeit-Winterschuhen gibt es keine genormte Prüfung, angegebene Kältegrade sind Herstellerwerte. Eine genormte Kälteprüfung gibt es nur für Sicherheits-, Schutz- und Berufsschuhe: Mit CI gekennzeichnete Schuhe werden laut DGUV Regel 112-191 bei −17 °C geprüft, innen darf es in 30 Minuten um höchstens 10 °C kälter werden. Meindl nennt „Max. Minusgrade“, etwa −30 beim Gastein GTX und −35 beim Nordkap Pro GTX, beide mit Lammfell. Scarpa hat den Rush Polar GTX mit PrimaLoft-Isolierung nach eigener Angabe im Labor bis −20 °C geprüft.
Wie warm dir wird, hängt laut DGUV auch davon ab, wie viel du dich bewegst. Im Hanwag Fjäll Extreme GTX fühlte man sich laut Test des OUTDOOR-Magazins von 2015 zwischen −5 und −20 °C am wohlsten, bei flottem Tempo auch darunter. Bewegte man sich kaum, konnten die Füße laut Test aber schon bei −7 °C kalt werden. Beim Asolo Arctic GV lobt OUTDOOR in Heft 1/2026 den Grip, nennt die Isolation fürs lange Stehen aber nur Mittelmaß. Sitzt du am Hochstand, arbeitest du am Hof oder stehst du am Christkindlmarkt, brauchst du deshalb mehr Reserve als beim Winterwandern.
Kälte kommt von unten. Laut DGUV zählt die Isolierung des Schuhunterbaus mehr als die des Schafts, den Schaft passt du über Socken und Hose an. Laufsohlen aus PUR isolieren laut DGUV gut, bei Gummisohlen braucht es zusätzliche Isolierung. Mehr Isolierung unter dem Fuß bringen etwa das Lammfell-Fußbett im Meindl Filzmoos, das Winterfilz-Fußbett im Meindl Narvik GTX oder die 3 mm dicke, isolierende Einlegesohle im Garmont Trace Mid BOA GTX. Wintereinlegesohlen findest du bei den Einlagen, warme Socken ebenfalls bei uns.
Weitere Modelle für Ansitz und Drückjagd findest du bei den Jagdschuhen und Jagdstiefeln. Brauchst du für die Arbeit Schutzschuhe, richte dich nach der Gefährdungsbeurteilung deines Arbeitgebers und der Kennzeichnung am Schuh, ein kälteisolierter Unterbau trägt das Zeichen CI. Modelle findest du bei den wasserdichten Sicherheitsschuhen.
Mit einer Schnürung stellst du Rist und Knöchel einzeln ein. Meindl rät bei der Anprobe: Ferse nach hinten drücken, Lasche zentrieren, mit der 2-Zonen-Schnürung schnüren. Mit Reißverschluss bist du schneller im Schuh, etwa beim Meindl Canadian Winter GTX. Beim BOA-Verschluss drehst du an einem Rad, beim Garmont Trace Mid BOA GTX laut Garmont auch mit Handschuhen. Meindl baut mit dem Edmonton GTX Boa einen gefütterten Winterschuh mit BOA und 17 cm Schaft.
Für den Grip auf Eis gibt es laut DGUV noch keinen genormten Prüfgrundsatz. Beim Eistest des KITE-Forschungsinstituts in Toronto fielen laut UHN Foundation, Stand 2023, rund zwei Drittel der geprüften Schuhe durch. Und laut einer KITE-Pilotstudie, über die die McGill University berichtet, lässt der Grip schon nach relativ kurzer Nutzung deutlich nach.
Für Eis gibt es eigene Sohlen. Die Vibram Arctic Grip ist laut Vibram für nasses Eis gemacht, Lowa setzt sie am Renegade Evo Ice 2 GTX und am Nabucco GTX ein. Die Vibram Icetrek soll laut Vibram auf sehr kalten, eisigen oder verschneiten Flächen greifen, Meindl nutzt sie als Ice Trek PRO am Gastein GTX. In der IceGrip-Sohle stecken laut Hanwag Glaspartikel. Stadler beschreibt die Davos Contact Supergrip ICE als Gummisohle mit Silizium-Carbon-Inlays.
Auch eine Eissohle ersetzt keine Spikes, das schreibt Vibram selbst zur Arctic Grip All Terrain. Laut Lowa können vereiste Wege und zugeschneite Steige sogar für die Arctic Grip zu viel sein. Laut DGUV zeigten Untersuchungen des IFA, dass Schuhe mit ausklappbaren Spikes auch auf Schnee und Eis genügend rutschhemmend sein können, überziehbare Gleitschutzvorrichtungen erreichten gute Bewertungen. Ausklappbare Spikes, etwa am Vista 24-4239K OC, klappst du auf geräumten Flächen laut DGUV wieder ein. Für Gehsteig und Arbeitsweg empfiehlt die DGUV eine weiche, rutschhemmende Profilsohle, fürs Winterwandern rät Lowa zu einem knöchelhohen, stabilen Schuh mit steifer Sohle und klarem Profil.
Eine Pauschalregel wie „Winterschuhe eine Nummer größer“ gibt es nicht, die Hersteller raten je nach Modell sogar in entgegengesetzte Richtungen. Meindl weist darauf hin, dass Größen je nach Leisten, Modell und Ausstattung unterschiedlich ausfallen können. Brauchst du vorne mehr Platz, nimm den Meindl Gemona GTX oder den Sella GTX: Beide baut Meindl mit Comfort fit, laut Meindl mit mehr Platz im Vorfuß und festem Halt in der Ferse. Hast du sehr schmale Füße, kannst du laut Hanwag auch Damenmodelle probieren.
Größen-Check in sieben Schritten
1. Am Nachmittag messen: Laut Meindl werden die Füße im Lauf des Tages größer. Miss beide Füße, laut Lowa zählt der größere.
2. Herstellertabelle nehmen: In der Lowa-Tabelle sind rund 15 mm Längenzugabe schon eingerechnet, auch Hanwag rechnet die Zehenzugabe ein. Schlag bei diesen Tabellen also nichts dazu.
3. Modellhinweis prüfen: Garmont rät beim Trace Mid BOA GTX zu einer halben Nummer kleiner. Stadler schreibt beim Lorenz Lammfell, dass Schuhe mit Lammfellfutter etwas kleiner ausfallen, und rät dort zu einer halben Nummer größer, bei Gerlos ICE und Kirchberg ICE steht das nicht. Im Test der Zeitschrift Bergsteiger, Heft 10/2024, fiel der Hanwag Banks Snow GTX kleiner aus, beim Lowa Renegade Evo Ice GTX, dem Vorgänger des Evo Ice 2, war der Zehenbereich schmal.
4. Mit Wintersocke und Einlage probieren: Nimm die Socken, die du im Winter trägst, und laut Meindl auch deine Einlagen. Stiefel mit Innenschuh oder Wechselfußbett probierst du mit eingesetztem Innenschuh oder Fußbett.
5. Fingerprobe: Vor den Zehen sollte laut Meindl etwa 1 cm Platz sein.
6. Ferse und Rist: Die Zehen bewegen sich frei, die Ferse rutscht beim Gehen nicht, über dem Rist drückt nichts. Laut DGUV soll ein Winterschuh fest am Fuß sitzen.
7. Im Zweifel: Liegst du zwischen zwei Größen, rät Meindl zum etwas größeren Schuh. In der Breite lässt sich ein Schuh laut Meindl weiten, in der Länge nicht.
Deine Füße vermessen wir gern in unserer ServiceZone in Aich. Wie du zu Hause misst, steht in unserer Anleitung zur richtigen Größe.
| Modell | Bauart und Schaft | Futter | Sohle | Kälte laut Hersteller |
|---|---|---|---|---|
| Hanwag Fjäll Extreme GTX | Winterstiefel, herausnehmbarer Innenschuh | Innenschuh, GORE-TEX | Hanwag IceGrip | keine gesicherte Angabe; OUTDOOR 2015: am wohlsten bei −5 bis −20 °C, kaum bewegt schon ab −7 °C kalte Füße |
| Meindl Filzmoos | Stiefel, 31 cm, echt zwiegenäht | Lammfell durchgehend, Lammfell-Fußbett | Vibram Montagna | −30 |
| Meindl Kitzbühel | Stiefel, 36 cm, echt zwiegenäht | Lammfell durchgehend | Latex-Gummiprofilsohle | −30 |
| Meindl Nordkap Pro GTX | Stiefel, 25 cm | Lammfell, GORE-TEX Insulated Comfort | Meindl Multigriff von Vibram | −35 |
| Meindl Gastein GTX | Winterschuh, 13 cm | Lammfell, GORE-TEX Insulated Comfort | Vibram Ice Trek PRO | −30 |
| Lowa Renegade Evo Ice 2 GTX | Winterwanderschuh, Leistenweite Standard | GORE-TEX-Warmfutter | Vibram Arctic Grip | keine Angabe |
| Scarpa Rush Polar GTX | Winterwanderschuh für Schnee und Schneeschuh | PrimaLoft Gold, GORE-TEX Duratherm | Presa TRK-02, Mischung Supergum W | −20 °C, im Labor geprüft |
| Garmont Trace Mid BOA GTX | Winterschuh mit BOA | GORE-TEX, isolierende Einlegesohle 3 mm | Michelin Wild XT | keine Angabe gefunden |
Angaben laut den Produktseiten der Hersteller, beim Fjäll Extreme laut OUTDOOR 2015, Stand Oktober 2026.
Im Winterschuh-Test des OUTDOOR-Magazins, Heft 1/2026, wurde der Hanwag Banks Snow GTX mit „überragend“ Testsieger, wie schon in Heft 1/2025. Gelobt wurden Webpelzfutter, Stabilität und Komfort. „Überragend“ bekamen in Heft 1/2026 auch der Lowa Renegade Evo Ice GTX, unter anderem für den Schutz vor Bodenkälte, und der Scarpa Rush Polar GTX, in Heft 1/2024 der Meindl Gastein GTX, dessen Lammfell laut Test auch bittere Kälte abhält.
Kritik gab es auch: Beim Asolo Arctic GV und beim Scarpa Rush Polar GTX nannte OUTDOOR in Heft 1/2026 die Isolation „nur Mittelmaß“, beim Scarpa auch den Grip auf Eis nur gut, nicht top. Beim Lowa Nabucco GTX lobte OUTDOOR in Heft 1/2025 den Halt selbst auf Eis, fand die Isolation der Sohle aber ausbaufähig. Den Meindl Telfs GTX fand OUTDOOR in Heft 1/2026 sehr warm, aber mit weniger Knöchelhalt. Der Gastein GTX wurde in Heft 1/2024 auf Matsch etwas rutschig, und den Banks Snow GTX nannte Bergsteiger schwer.
Ob OUTDOOR schon den Nachfolger Renegade Evo Ice 2 GTX getestet hat, geht aus dem Test nicht hervor, deshalb übertragen wir die Urteile nicht auf ihn. Für Filzmoos, Kitzbühel, Nordkap Pro, Narvik, Jörg Loden und die Stadler-Modelle haben wir keinen unabhängigen Test gefunden.
Höhere Modelle mit Lammfell, Reißverschluss oder BOA findest du bei den Winterstiefeln für Herren. Alle Modelle für Damen und Herren stehen unter Winterschuhe und Winterstiefel, das ganze Wintersortiment unter Winter. Das Gegenstück für Frauen sind unsere Winterschuhe für Damen. Nasse Lederschuhe stellst du laut Stiftung Warentest nie auf die Heizung, weil Hitze das Leder ausdörrt. Wachs und Imprägnierung findest du bei den Pflegemitteln. Alle Modelle je Marke zeigen unsere Markenseiten zu Meindl, Lowa und Hanwag.
Wer sich kaum bewegt, braucht mehr Isolierung als beim Gehen, vor allem unter dem Fuß: Laut DGUV zählt die Isolierung des Unterbaus mehr als die des Schafts. Infrage kommen Modelle mit Lammfell und GORE-TEX wie der Meindl Nordkap Pro GTX, den Meindl bis −35 angibt, oder die Lammfellstiefel Meindl Filzmoos und Kitzbühel, beide laut Meindl bis −30. Beim Hanwag Fjäll Extreme GTX mit herausnehmbarem Innenschuh konnten die Füße im OUTDOOR-Test von 2015 schon bei −7 °C kalt werden, wenn man sich kaum bewegte. Für Jagd und Arbeit im Winter nennt AKU den Superalp Therm200 GTX. Eine Wintereinlegesohle bringt zusätzliche Isolierung unter den Fuß.
Das sind Herstellerwerte, eine gemeinsame Prüfnorm für Freizeit-Winterschuhe gibt es nicht. Meindl nennt „Max. Minusgrade“, Scarpa hat den Rush Polar GTX nach eigener Angabe im Labor bis −20 °C geprüft. Eine genormte Kälteprüfung gibt es nur für Sicherheits-, Schutz- und Berufsschuhe mit dem Zeichen CI, laut DGUV geprüft bei −17 °C. Wie warm dir wird, hängt auch von der Bewegung ab: Im Hanwag Fjäll Extreme GTX war es laut OUTDOOR-Test von 2015 zwischen −5 und −20 °C am angenehmsten, bei flottem Tempo auch darunter. Bewegte man sich kaum, konnten die Füße aber schon bei −7 °C kalt werden.
Das hängt davon ab, was dir wichtiger ist. Mit einer Schnürung stellst du Rist und Knöchel einzeln ein, Meindl rät bei der Anprobe zur 2-Zonen-Schnürung. Mit Reißverschluss bist du schneller im Schuh, etwa beim Meindl Canadian Winter GTX. Beim BOA-Verschluss drehst du an einem Rad, beim Garmont Trace Mid BOA GTX laut Garmont auch mit Handschuhen. Weitere Herrenmodelle mit Reißverschluss oder BOA findest du bei den Herren-Winterstiefeln.
Eine Pauschalregel gibt es nicht. Lowa empfiehlt die übliche Größe laut Größentabelle, in der rund 15 mm Längenzugabe schon stecken, auch Hanwag rechnet die Zehenzugabe ein. Garmont rät beim Trace Mid BOA GTX zu einer halben Nummer kleiner, Stadler beim Lorenz Lammfell zu einer halben Nummer größer, weil Schuhe mit Lammfellfutter etwas kleiner ausfallen. Miss am Nachmittag, probier mit Wintersocke und lass laut Meindl etwa 1 cm Platz vor den Zehen.
Eine Norm für Grip auf Eis gibt es laut DGUV noch nicht. Für Eis entwickelt sind etwa die Vibram Arctic Grip am Lowa Renegade Evo Ice 2 GTX und Nabucco GTX, die Vibram Ice Trek PRO am Meindl Gastein GTX, die Hanwag IceGrip am Fjäll Extreme GTX und die Davos Contact Supergrip ICE an Gerlos ICE und Kirchberg ICE von Stadler. Im OUTDOOR-Test, Heft 1/2025, hielt die Sohle des Nabucco GTX selbst auf Eis, in Heft 1/2026 lobte OUTDOOR beim Asolo Arctic GV den Grip auf Eis und Schnee. Spikes ersetzt aber auch eine Eissohle nicht, das schreibt Vibram selbst zur Arctic Grip All Terrain.
Für mehr Platz im Vorfuß baut Meindl den Gemona GTX und den Sella GTX mit Comfort fit, laut Meindl mit mehr Platz im Vorfuß und festem Halt in der Ferse. Lowa nennt für den Renegade Evo Ice 2 GTX die Leistenweite Standard. Bei sehr schmalen Füßen kannst du laut Hanwag auch Damenmodelle probieren. Achte bei der Anprobe darauf, dass sich die Zehen auch mit dicker Wintersocke frei bewegen.
Für Arbeitsweg und geräumte Wege reicht meist ein gefütterter, wasserdichter Winterschuh mit Membran, etwa der Lowa Ottawa Evo GTX. Für Winterwanderungen rät Lowa zu einem mindestens knöchelhohen, stabilen Schuh mit steifer Sohle und klarem Profil. Im Tiefschnee hält ein höherer Schaft mehr Schnee draußen, Meindl gibt etwa beim Gastein GTX 13 cm an, beim Filzmoos 31 cm und beim Kitzbühel 36 cm. Für lange Stunden in der Kälte zählt vor allem die Isolierung, laut DGUV besonders unter dem Fuß.
Im Test des OUTDOOR-Magazins, Heft 1/2026, wurde der Hanwag Banks Snow GTX Testsieger mit „überragend“, wie schon in Heft 1/2025. „Überragend“ bekamen in Heft 1/2026 auch der Lowa Renegade Evo Ice GTX und der Scarpa Rush Polar GTX, in Heft 1/2024 der Meindl Gastein GTX. Kritik gab es auch: Beim Asolo Arctic GV reichte die Isolation laut OUTDOOR fürs lange Stehen nur mittelmäßig, beim Scarpa Rush Polar GTX nannte OUTDOOR die Isolation „nur Mittelmaß“. Den Banks Snow GTX fand die Zeitschrift Bergsteiger schwer und kleiner ausfallend.
Noch unsicher? Ruf uns an oder schreib uns – wir beraten dich zu Modell und Größe, bevor du bestellst. Lagernde Modelle versenden wir innerhalb von 24 Stunden.




© Copyright 2025 schuhjaeger.at | All Rights Reserved | Shopdesign: Studio Seilschaft